"Motor der Wirtschaft"

Firma Seeanner fertigt hochwertige Fenster und Türen – Landrat preist Mittelstand

Besuch des Landrates Peter Dreier bei Waldland Fenster & Türen
(v.l.) Geschäftsführer Bernhard Seeanner junior, Geschäftsführer Johann Seeanner senior, Altfraunhofens Bürgermeisterin Katharina Rottenwallner, Andreas Seeanner, Landrat Peter Dreier und Ludwig Götz, Wirtschaftsförderreferent des Landkreises.

Altfraunhofen. Das Unternehmen vereint alles in sich, was den heimischen Mittelstand, vor allem Familienbetriebe, so stark macht: Stolze Tradition und hohes Können, Qualitätsprodukte, Nähe zum Kunden und hohe Flexibilität, dessen Wünsche und Anforderungen zu erfüllen. Die Firma „Waldland Fenster & Türen“, ein Familienbetrieb in fünfter Generation, stellt mit rund 45 Mitarbeitern Fenster und Türen bester Qualität her, wie die beiden Geschäftsführer, Johann Seeanner und sein Sohn Bernhard, bei einem Firmenbesuch von Landrat Peter Dreier erläuterten. Es sei ein Vorzeige-Unternehmen, betonte Altfraunhofens Bürgermeisterin Katharina Rottenwallner mit hörbarem Stolz auf die in der Branche renommierte Firma aus ihrer Gemeinde.
Wie so viele Firmen des heimischen Mittelstands, die heute Hochqualitäts-Produkte herstellen und Kunden im In- und Ausland haben, hat auch „Waldland Fenster & Türen“ seine Ursprünge in einem gediegenen Betrieb des Handwerks: Deutschlands wirtschaftliche Stärke, Spitzenstellung und Weltgeltung von heute, sie wurzeln im Fleiß der Menschen und ihrem Können, die über Generationen gewachsen, gestärkt und weitergereicht worden sind. Der Familienbetrieb der Seeanners geht zurück auf eine kleine Wagnerei, deren Inhaber um 1850 damit begonnen hat, in alter Handwerkstradition Güter herzustellen und zu reparieren, die auf den Bauernhöfen und in den Dörfern gefragt waren – Räder und Wägen sowie auch viele landwirtschaftliche Geräte aus Holz. Er sorgte buchstäblich dafür, dass die Räder rollen auf dem Land. Auch Schlitten und Schubkarren gehörten zum Repertoire des Ururgroßvaters. Die Zeiten und Gefährte wandelten sich, das handwerkliche Können hatte Bestand. Im Jahr 1960 wurde aus dem Betrieb eine für die damalige Zeit moderne Schreinerei. 1984 spezialisierten sich der heutige Seniorchef und sein Vater auf die Herstellung von Fenstern aus dem ewig wertvollen Werkstoff Holz; vor zehn Jahren schließlich wurde die Produktion von Kunststoff-Fenstern aufgenommen.
Heute produziert die Firma „Waldland Fenster & Türen“ pro Tag zwischen 100 und 120 Fenster und Türen aus Holz, Holz-Aluminium, Kunststoff und Kunststoff-Aluminium, bei einem Jahresumsatz von gut acht Millionen Euro. Es ist das Ergebnis nicht zuletzt von stetigen und konsequenten Investitionen in die Fertigungsanlagen, den Maschinenpark und die Produktionshallen, von denen die bislang letzten im Jahr 2010 gebaut wurden.

Fensterproduktion bei Waldland Fenster und Türen
Zwischen 100 und 120 Fenster und Türen aus Holz, Holz-Aluminium, Kunststoff und Kunststoff-Aluminium verlassen Tag für Tag die Produktionsstätten von „Waldland Fenster & Türen“ in Altfraunhofen.

Das Unternehmen genießt in der Branche einen hervorragenden Ruf, wie Bürgermeisterin Katharina Rottenwallner feststellte. Sie unterstrich, dass man von Seiten der Gemeinde Altfraunhofen alles tue, um das Unternehmen zu unterstützen und ihm bei der Umsetzung von Erweiterungsplänen zu helfen.
„Handwerkliche Qualität, die Liebe zum Detail und auch die Fähigkeit, gegebenenfalls ungewöhnliche Kundenwünsche zu erfüllen, sind uns wichtig“, hob Seniorchef Johann Seeanner hervor im Gespräch mit Landrat Peter Dreier. Der Erfolg des Unternehmens fuße besonders auf dem Wissen, dem Können und der Erfahrung vieler langjähriger Mitarbeiter, machte er deutlich: „Darum stimmt das Ergebnis bei uns, und deshalb können wir bei gewohnter Qualität auch individuelle Wünsche von Kunden bei Form, Farbe oder Ausführung von Fenstern und Türen erfüllen zur Zufriedenheit des Endabnehmers.“ Über Bauelementehändler, Schreinereien, Zimmereien und den Baustoff-Fachhandel gelangen die Produkte der Firma „Waldland Fenster & Türen“, für die vier Außendienstmitarbeiter arbeiten, an die Endkunden. Branchenkenner sind voll des Lobes für das Familienunternehmen aus Niederbayern. Die Firma „Waldland Fenster & Türen“ sei äußerst zuverlässig, auch in puncto termingenauer Lieferung, schildert ein Geschäftspartner. Hier würden modernste Maschinen eingesetzt und hochwertige Produkte hergestellt. Da stimme das Ergebnis, bilanziert ein Unternehmer, der seit vielen Jahren im Baugewerbe tätig ist. Auch die jährliche Veranstaltung der Firma, bei der den Waldland-Kunden viele Informationen ebenso kompetent wie praxisnah vermittelt werden – von Themen der Bauphysik bis zu Montage-Tipps – sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Firma. Die Unternehmer-Familie Seeanner – bestehend aus den Geschäftsführern Johann und Bernhard sowie Seniorchefin Doris und den Kindern Hannes, Katharina und Andreas – können stolz sein auf solche Resonanzen und die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen 15 Jahre. Der Nachwuchsmangel bei Facharbeitern drückt freilich die Stimmung im „Waldland“: Das Sprichwort vom Handwerk, das goldenen Boden hat, entfaltet in den – durch das demografische Defizit der Deutschen: zu wenig Kinder – ausgedünnten jungen Generationen nicht mehr die Strahlkraft wie früher. Landrat Peter Dreier und der Wirtschaftsförderreferent des Landkreises, Ludwig Götz, zeigten den Gastgebern eine Reihe von Veranstaltungen auf, mit denen die Nachwuchssuche der heimischen Wirtschaft unterstützt wird. Einige, wie die Berufeschau in Vilsbiburg (alle zwei Jahre), finden unter Federführung des Landkreises Landshut statt. Landrat Dreier unterstrich, dass Firmen wie „Waldland Fenster & Türen“ von größter Bedeutung für den Landkreis Landshut seien: Diese mittelständischen Unternehmen seien mindestens so wertvoll wie die Großunternehmen in der Region. Der Mittelstand sei Motor der heimischen Wirtschaft, der größte Ausbilder, Garant für sichere, gut bezahlte Arbeitsplätze und damit für Sicherheit, Stabilität, Wohlstand und sozialen Frieden in der Heimat.

Aus „Landshuter Zeitung“, Autor: Elmar Stöttner, Landratsamt Landshut


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